Level 1 – Einstieg

Getting Started: Games, Mods & Speicherorte

In diesem Kapitel lernst du, was Games und Mods in Luanti / Minetest sind und wo deine eigenen Mods gespeichert werden. Das ist die Basis, bevor wir Code schreiben.

1. Was ist Luanti / Minetest?

Luanti (früher Minetest) ist keine einzelne Spielewelt, sondern eine Game Engine. Darauf laufen verschiedene Spiele, die in Luanti „Games“ genannt werden. Ein Game besteht aus vielen Mods, die zusammen die Spielregeln, Blöcke, Werkzeuge, Mobs und Menüs festlegen. :contentReference[oaicite:0]{index=0}

Du kannst dir Luanti so vorstellen:

Didaktik-Hinweis

Für die meisten Schüler:innen reicht hier ein anschaulicher Vergleich:
Engine = Spielkonsole, Game = Spiel-Cartridge, Mod = Zusatz-Level oder Erweiterung.

2. Games und Mods – wie gehört das zusammen?

Ein Game ist eine Sammlung von Mods, die zusammen ein vollständiges Spiel ergeben. Beispiele sind zum Beispiel „Minetest Game“ oder „VoxeLibre“. :contentReference[oaicite:1]{index=1}

Ein Mod ist eine einzelne Erweiterung in Form eines Lua-Skripts (plus ein paar Zusatzdateien), die bestimmte Aspekte des Spiels verändert:

Technisch ist ein Mod ein Ordner, in dem sich mindestens eine init.lua-Datei befindet. Häufig gibt es außerdem eine mod.conf-Datei und Unterordner wie textures. :contentReference[oaicite:2]{index=2}

3. Wo werden Mods gespeichert?

Luanti kann Mods an mehreren Stellen suchen. Wichtig sind für uns drei „Ebenen“:

Für den Einstieg im Unterricht ist meist der globale Mods-Ordner am einfachsten: Alle Welten und Games können auf denselben Mod zugreifen, wenn er dort aktiviert wird.

Beispiel: Ordnerstruktur (globaler Mod)
minetest/
└── mods/
    └── my_first_mod/
        ├── init.lua
        └── mod.conf
Didaktik-Hinweis

Im Unterricht kann es sinnvoll sein, worldmods zu verwenden: Dann „gehören“ Mods eindeutig zu einer Welt (z. B. die Welt einer Klasse) und man kann verschiedene Projekte sauber trennen.

4. Erster praktischer Schritt: Mod-Ordner anlegen

Bevor wir echten Lua-Code schreiben, legst du jetzt deinen ersten Mod-Ordner an. Wir machen das bewusst langsam und genau, damit die Struktur klar ist.

4.1 Benutzer-Datenverzeichnis öffnen

  1. Starte Luanti / Minetest.
  2. Gehe im Hauptmenü zum Bereich Credits / About.
  3. Klicke auf „Open User Data Directory“ (oder ähnlich benannt).
  4. Es öffnet sich ein Dateimanager-Fenster mit deinem Luanti-Benutzerordner (oft heißt er einfach minetest).

4.2 Globalen Mods-Ordner finden oder anlegen

  1. Suche im Benutzerordner nach einem Ordner namens mods.
  2. Falls er noch nicht existiert, lege einen neuen Ordner mit genau diesem Namen an: mods.

4.3 Deinen ersten Mod-Ordner erstellen

Jetzt erstellst du deinen eigenen Mod-Ordner im Verzeichnis mods. Wähle einen technischen Mod-Namen, der:

Vorschlag für den ersten Mod
minetest/
└── mods/
    └── school_platform/
        ├── init.lua     <-- kommt im nächsten Kapitel!
        └── mod.conf     <-- optional, aber empfohlen

5. Mini-Auftrag für Schüler:innen

Bearbeite die folgenden Aufgaben und zeige deinem Lehrer / deiner Lehrerin das Ergebnis:

  1. Öffne das Benutzer-Datenverzeichnis von Luanti / Minetest mit dem Menüpunkt „Open User Data Directory“ und finde den Ordner mods.
  2. Lege im Ordner mods einen neuen Mod-Ordner an, z. B. school_platform.
  3. Erstelle darin eine leere Datei mit dem Namen init.lua. (Sie darf am Anfang noch leer sein.)
  4. Starte Luanti neu und prüfe im Menü „Mods“, ob dein neuer Mod in der Liste auftaucht.
Erweiterungsidee

Fortgeschrittene Schüler:innen können zusätzlich im Unterordner worlds/<weltname>/worldmods einen eigenen Mod erstellen und vergleichen, wie sich globale Mods und worldmods im Menü unterscheiden.

6. Wie geht es weiter?

Im nächsten Kapitel schauen wir uns die Mod-Struktur genauer an: Was steht in init.lua? Wozu braucht man mod.conf? Und wie registriert man den allerersten Block?