Künstliche Intelligenz in der Alltags- und Berufsrealität von Erwachsenen
Dieser Workshop zeigt KI nicht als abstraktes Zukunftsthema, sondern als praktisches Werkzeug für Schreiben, Recherche, Lernen, Organisation, Kreativität, Kommunikation, Meetings, Audio, Bilder, Präsentationen und erste Automatisierung. Die Teilnehmenden probieren echte Anwendungen aus, lernen Stärken und Grenzen kennen und gehen mit sofort nutzbaren Workflows nach Hause.
Schnellzugriffe
Diese Buttons helfen dir direkt im Kursraum.
Arbeite im Workshop konsequent mit der Formel: erst vormachen, dann gemeinsam, dann selbstständig. So senkst du Hemmschwellen und hältst das Tempo für heterogene Gruppen.
1) Drei Stunden Unterrichtsablauf
Mit viel Substanz, klarer Dramaturgie und praxisnahen Aufgaben.
Begrüßung, Erwartungsabfrage und Entmystifizierung von KI
Eröffne mit drei einfachen Fragen: Wo begegnet uns KI schon heute? Was macht Hoffnung? Was macht Sorge? Mache deutlich: KI ist weder Magie noch eigenständige Intelligenz im menschlichen Sinn, sondern ein Set statistischer Systeme mit sehr unterschiedlichen Fähigkeiten.
- Kurze Vorstellungsrunde mit je einem Satz: „Wofür würde ich KI gern nutzen?“
- Mini-Input: Was Sprachmodelle, Bildmodelle, Such-/Research-Systeme und Audio-Modelle gut können.
- Grenzen: Halluzinationen, Datenschutz, Bias, Urheberrecht, Übervertrauen.
KI verstehen, ohne technisch zu überfrachten
Erkläre auf verständliche Weise die wichtigsten Familien von KI-Werkzeugen: Chat/Assistenten, Recherche-Systeme, Meeting-Zusammenfasser, Bildgeneratoren, Video- und Audio-Tools, Übersetzung, Coding-Tools und Automatisierungsagenten.
- Beispiel 1: Ein schwacher Prompt vs. ein starker Prompt.
- Beispiel 2: „Fasse zusammen“ vs. „Fasse für eine Zielgruppe zusammen und extrahiere To-dos“.
- Merksatz: Gute Ergebnisse entstehen durch Kontext, Ziel, Format und Prüfschleife.
Alltagsszenarien: Schreiben, Planen, Lernen, Vergleichen
Zeige 4 konkrete Mikro-Workflows: höfliche E-Mail umschreiben, Einkauf/Anschaffung vergleichen, Reise oder Terminwoche strukturieren, komplexen Text in einfache Sprache übertragen.
Die Teilnehmenden bringen einen realen Text mit: eine E-Mail, Nachricht, Terminabstimmung, Einladung oder schwierigen Brief. Aufgabe: mit KI eine bessere Version erstellen lassen.
Musterprompt anzeigen
Du bist mein Schreibassistent. Überarbeite den folgenden Text so, dass er klar, freundlich und professionell klingt. Behalte die Aussage bei, kürze unnötige Wiederholungen und gib mir 2 Varianten: 1) eher formell, 2) eher warm und persönlich. Markiere danach in 5 Stichpunkten, was du verbessert hast. Text: [Hier den Originaltext einfügen]
Beispielmaterial Variante 1 – E-Mail an den Vermieter
Betreff: Heizung in der Wohnung Hallo Herr Becker, ich wollte nochmal schreiben wegen Heizung, weil es ist schon seit paar Tagen im Schlafzimmer und Kinderzimmer nicht richtig warm. Im Wohnzimmer geht irgendwie besser, aber insgesamt ist das komisch. Ich habe schon ein bisschen probiert und Thermostat höher gemacht, aber ehrlich gesagt keine große Änderung. Wir wissen nicht, ob man da jemand schicken kann oder ob das normal ist. Es wäre gut wenn das bald angeschaut wird, weil morgens ist es ziemlich kühl. Sagen Sie bitte Bescheid wie wir weiter machen sollen. Viele Grüße Sabine Krüger
Aufgabe im Workshop: höflicher, klarer, strukturierter formulieren; optional eine bestimmte, aber freundliche Variante erstellen.
Beispielmaterial Variante 2 – Einladung / Nachricht an Eltern
Hallo zusammen, wir wollten nächste Woche am Donnerstag vielleicht ein kleines Treffen machen wegen Sommerfest, weil es noch viele Sachen gibt die nicht klar sind. Also wer Kuchen macht, wer um wieviel Uhr kommt, wer die Kinderstation betreut und so weiter. Ich denke es wäre gut wenn möglichst alle kurz kommen könnten, aber wenn es nicht geht vielleicht online oder so. Bitte schreibt mal zurück, ob 18 Uhr geht. Wir müssten das jetzt wirklich langsam festlegen, weil die Zeit knapp wird. Liebe Grüße Miriam
Aufgabe im Workshop: daraus eine saubere Einladung machen – einmal locker-freundlich, einmal klar organisiert mit Agenda und Bitte um Rückmeldung.
Recherche mit KI: schnell, aber nicht blind
Hier vermittelst du den Unterschied zwischen einem reinen Chatbot und einem suchgestützten System. Zeige, wie man Fragen präzisiert, Quellen einfordert, Widersprüche prüft und Ergebnisse zusammenfassen lässt.
- Live-Demo: „Welche Wärmepumpen-Förderung gilt aktuell?“ oder ein ähnliches reales Thema.
- Checkliste für Faktenprüfung: Quelle, Datum, Region, Ausnahmefälle.
- Wichtiger Satz: KI spart Zeit bei der Suche, ersetzt aber nicht die Verantwortung.
Kurze Pause mit freiwilliger Mini-Aufgabe
Lass auf dem Bildschirm eine Challenge stehen: „Formuliere mit KI drei nützliche Prompts für deinen echten Alltag.“ So bleibt der Fokus erhalten, ohne Druck aufzubauen.
Die nützlichsten KI-Werkzeuge 2026 im Überblick
Führe die Teilnehmenden durch eine kuratierte Auswahl: universelle Assistenten, Recherchetools, Schreib- und Sprachtools, Audio/Video/Bild und Produktivität. Wichtig: nicht zu viele Menüs zeigen, sondern pro Tool nur den Kernnutzen, eine Stärke, eine Schwäche und einen sinnvollen Demo-Use-Case.
- Pro Tool maximal 2 Minuten.
- Frage immer: Für wen ist das wirklich nützlich?
- Ordne Tools nach Alltag, Büro, Kreativität, Technik, Meetings.
Vertiefung: Google AI Studio praktisch erleben
Hier arbeitest du systematischer. Ziel ist nicht nur „anschauen“, sondern verstehen, welche Teile von AI Studio für welchen Zweck taugen: Chat, Modelle, Dateien, strukturierte Ausgabe, Tools, Bild, Audio, Video, Build Mode.
Teilnehmende nehmen einen PDF-Text, eine Liste von Terminen oder einen chaotischen Informationsblock und lassen daraus eine strukturierte JSON- oder Tabellenform erzeugen.
Musterprompt für strukturierte Ausgabe
Analysiere den folgenden Inhalt und gib das Ergebnis ausschließlich als JSON mit diesen Feldern zurück:
{
"thema": "",
"wichtige_punkte": [],
"offene_fragen": [],
"naechste_schritte": []
}
Inhalt:
[Text oder PDF-Inhalt]Beispielmaterial Variante 1 – Chaotische Besprechungsnotizen
Montag Teamrunde: - Website Startseite noch nicht fertig, Anna schaut Bilder an - Thomas meinte Datenschutztext fehlt vielleicht noch, unklar ob alte Version reicht - bis 15. April sollten Flyer in Druck wenn wir Sommeraktion machen wollen - Caterer anfragen: Julia oder Mehmet? noch offen - Raum A wahrscheinlich frei, aber Herr Lenz muss bestätigen - Preise für Workshop vielleicht 39 oder 49 Euro, noch nicht entschieden - Social Media Post eine Woche vorher - Kinderprogramm braucht noch 2 Helfer - wer macht Anmeldungsliste? evtl. Nadine - nächste Abstimmung Donnerstag kurz online
Aufgabe: in Entscheidungen, offene Punkte, Aufgaben, Verantwortliche und Fristen umwandeln; optional als JSON und zusätzlich als Tabelle ausgeben lassen.
Beispielmaterial Variante 2 – Komplexer Elternbrief / Infozettel
Sehr geehrte Eltern, aufgrund der anstehenden Projektwoche vom 12. bis 16. Mai weisen wir darauf hin, dass die Unterrichtszeiten teilweise verändert sind. Am Montag und Mittwoch endet der Unterricht regulär um 13:00 Uhr, am Dienstag und Donnerstag finden projektbezogene Exkursionen statt, weshalb die Kinder spätestens um 7:45 Uhr anwesend sein sollen. Am Freitag endet die Woche mit einer Präsentation, zu der Eltern ab 11:30 Uhr eingeladen sind. Bitte beachten Sie ferner, dass am Dienstag ein Eigenanteil von 6 Euro in bar mitzubringen ist. Sofern Ihr Kind Lebensmittelunverträglichkeiten hat, teilen Sie dies der Klassenleitung bitte bis spätestens 30. April schriftlich mit. Für die Exkursion am Donnerstag werden wetterfeste Kleidung, eine Trinkflasche sowie ein kleines Lunchpaket benötigt. Die Teilnahme setzt voraus, dass die Einverständniserklärung unterschrieben bis zum 2. Mai vorliegt. Mit freundlichen Grüßen Die Schulleitung
Aufgabe: zuerst in einfache Sprache übertragen, danach als strukturierte Checkliste mit Terminen, Kosten, mitzubringenden Dingen und Fristen aufbereiten.
Eigenes Mini-Projekt der Teilnehmenden
Jede Person wählt einen persönlichen oder beruflichen Anwendungsfall und entwickelt mit Hilfe der gezeigten Tools einen kleinen, brauchbaren Workflow.
- Beispiele: Newsletter schreiben, Lernthema erschließen, Meeting zusammenfassen, Präsentation entwerfen, Audio-Intro erzeugen, Social-Media-Post vorbereiten, Reise planen.
- Arbeitsauftrag: Ziel definieren → Tool auswählen → Prompt formulieren → Ergebnis kritisch prüfen → verbessern.
Abschlussrunde und persönlicher KI-Fahrplan
Zum Schluss hält jede Person fest: Welches Tool probiere ich diese Woche? Für welche Aufgabe? Mit welchem ersten Prompt? So wird der Transfer in den Alltag abgesichert.
- 3 wichtigste Regeln wiederholen: Kontext geben, Ergebnisse prüfen, sensible Daten schützen.
- Mini-Abschluss: „Ein Tool, eine Erkenntnis, ein nächster Schritt.“
2) 15 konkrete KI-Tools, die sich 2026 wirklich lohnen
Gefiltert nach Nutzen im Alltag, im Büro, in der Kreativarbeit und in der technischen Arbeit.
3) Google AI Studio – erweiterter Überblick und Praxisideen
Ein Workshop-Block, der die Breite von AI Studio verständlich und praktisch macht.
Was du in AI Studio zeigen solltest
- Chat & Modellwahl: verschiedene Modelle für Qualität, Tempo und Kostenverständnis.
- Dateien & Dokumente: PDFs, Bilder, Audio oder Video als Input verwenden.
- Structured Output: JSON, Listen, Extraktionen, Klassifikation.
- Tools: Search, URL Context, Maps, Code Execution, File Search, Computer Use.
- Live/Streaming: Sprachinteraktion und Echtzeit-Szenarien.
- Bild, Audio, Video: Image Generation/Editing, TTS, Video-Workflows.
- Build Mode: Apps per natürlicher Sprache skizzieren.
Didaktische Reihenfolge für die Vorführung
- Erst Chat und saubere Promptstruktur.
- Dann Datei hochladen und aus chaotischem Material Klarheit erzeugen.
- Dann strukturierte Ausgabe als "Aha-Moment".
- Dann ein Tool live aktivieren: Search oder Code Execution.
- Zum Schluss kreative Module: Bild, Audio, Video oder Build Mode.
Praxislabor 1 – Dokumente und PDFs verstehen
Nutze einen Vertrag, ein Elternbrief, eine Rechnung, eine Broschüre oder ein Merkblatt. Lasse AI Studio zusammenfassen, Risiken extrahieren, offene Fragen sammeln und eine Version in einfacher Sprache erzeugen.
Analysiere dieses Dokument für eine erwachsene Person ohne Fachkenntnisse. Gib aus: 1. Worum geht es? 2. Welche 5 wichtigsten Punkte muss man verstehen? 3. Welche Risiken, Fristen oder Kosten sind relevant? 4. Welche Rückfragen sollte man stellen? 5. Erkläre alles zusätzlich in sehr einfacher Sprache.
Praxislabor 2 – Strukturierte Ausgabe für echte Arbeit
Hier lernen Teilnehmende, dass KI nicht nur Text produziert, sondern auch strukturierte Daten liefern kann, die man weiterverwenden kann.
Extrahiere aus dem folgenden Text alle Aufgaben. Gib ausschließlich ein JSON-Array zurück. Jedes Element soll diese Felder haben:
{
"aufgabe": "",
"verantwortlich": "",
"deadline": "",
"prioritaet": "hoch|mittel|niedrig"
}
Text:
[Besprechungsnotizen einfügen]Praxislabor 3 – Search, URL Context und Verifikation
Demonstriere, wie aktuelle Informationen anders behandelt werden müssen als allgemeines Wissen. Gute Aufgaben: Förderprogramme, Gesetzesänderungen, Marktvergleich, lokale Angebote.
Recherchiere das Thema mit Webbezug. Arbeite mit aktuellen Quellen. Gib mir am Ende: - eine knappe Antwort, - 3–5 belastbare Quellen, - das Datum der wichtigsten Information, - mögliche Unsicherheiten oder regionale Unterschiede.
Praxislabor 4 – Code Execution für Tabellen, Zahlen und kleine Analysen
Auch für Nicht-Programmierer nützlich: Zahlen erklären, CSV auswerten, Prozentwerte berechnen, Zeitpläne ordnen, einfache Diagrammideen vorbereiten.
Ich gebe dir eine Liste mit Zahlen. Nutze Code Execution, um: 1. Durchschnitt, Median und Summe zu berechnen, 2. Ausreißer zu identifizieren, 3. das Ergebnis in leicht verständlicher Sprache zu erklären, 4. eine kleine Tabelle zu erstellen. Daten: [Werte einfügen]
Praxislabor 5 – Bild, Audio, Video und kreative Medien
Zeige KI nicht nur als Texthelfer: aus einer Idee ein Bildbriefing, aus einem Text ein Audio, aus einem Storyboard ein kurzer Clip oder App-Prototyp.
Erstelle drei Varianten für eine freundliche, moderne Bildidee für [Thema/Zielgruppe]. Variante A: eher sachlich. Variante B: emotional und warm. Variante C: mutig und aufmerksamkeitsstark. Für jede Variante gib an: - Stil - Bildkomposition - Farben - Text auf dem Bild - Negativhinweise
Praxislabor 6 – Build Mode: aus Sprache eine Mini-App
Für Erwachsene oft ein Augenöffner: Man kann per natürlicher Sprache kleine funktionale Werkzeuge entwerfen lassen, etwa Formulare, Rechner, interaktive Lernhilfen oder Notiz-Dashboards.
Baue eine kleine Web-App für [Zweck]. Anforderungen: - übersichtliche Oberfläche - Eingabefeld für Nutzertext - Ergebnisbereich mit klaren Karten - Button zum Kopieren - mobile Ansicht - freundliches, professionelles Design - keine externen Bibliotheken notwendig
4) Kompakte, aber starke Prompt‑Spickzettel
Die wichtigste Regel: Nicht einfach „Mach mal“, sondern Aufgabe, Ziel, Kontext, Zielgruppe, Format und Qualitätskriterien angeben.
Die 6‑Felder‑Formel
- Rolle: Wer soll die KI sein?
- Ziel: Was soll am Ende herauskommen?
- Kontext: Welche Situation, Daten, Zielgruppe?
- Format: Liste, Tabelle, E‑Mail, JSON, Präsentation, Entwurf?
- Kriterien: Ton, Länge, Struktur, Genauigkeit, Sprache.
- Prüfschritt: Was soll die KI selbst noch kontrollieren?
Rolle + Ziel + Kontext + Format + Kriterien + Prüfschritt
Die 5 häufigsten Fehler
- Zu wenig Kontext.
- Kein gewünschtes Ausgabeformat.
- Keine Zielgruppe genannt.
- Kein Qualitätsmaßstab.
- Ergebnis ungeprüft übernommen.
Ein guter Prompt ist keine Zauberformel, sondern ein gutes Briefing.
Universelle Prompt‑Vorlage
Du bist [Rolle]. Deine Aufgabe ist: [Ziel]. Kontext: [Hintergrund, Zielgruppe, Rahmenbedingungen]. Bitte liefere das Ergebnis als [Format]. Wichtig sind dabei: [Kriterien]. Falls Informationen fehlen oder unsicher sind, markiere das klar. Prüfe dein Ergebnis am Ende auf: [Qualitätsmaßstab].
Prompt-Muster für den Alltag
E-Mail verbessern
Überarbeite meine E-Mail. Ziel: klar, freundlich, professionell. Gib mir 2 Versionen: formell und herzlich. Kürze unnötige Sätze. Ergänze am Ende einen treffenden Betreff.
Komplexen Text vereinfachen
Erkläre den folgenden Text in einfacher Sprache für Erwachsene ohne Fachwissen. Nutze kurze Sätze und füge 5 zentrale Begriffe mit Erklärung hinzu.
Recherche mit Quellen
Beantworte die Frage mit aktuellen und belastbaren Quellen. Nenne die wichtigsten Quellen, das Datum der Information und eventuelle Unsicherheiten oder regionale Unterschiede.
Meeting zusammenfassen
Fasse die Besprechungsnotizen knapp zusammen. Gliedere in: Entscheidungen, offene Punkte, Aufgaben, Verantwortliche, Fristen. Gib mir danach eine sehr kurze Management-Version in 5 Bulletpoints.
5) Interaktiver Prompt‑Generator
Im Workshop live nutzbar: Felder ausfüllen, Prompt erzeugen, kopieren.
Dein Prompt
Fülle links die Felder aus und klicke auf „Prompt erzeugen“.
6) Gute praktische Aufgaben für Erwachsene
So wird der Workshop handlungsorientiert statt nur demonstrativ.
Übung 1 – Ein echter Text aus dem Alltag
Wähle einen echten Text: E-Mail, Nachricht, Antrag, Einladung, Beschwerde, Info an Eltern, Rückfrage an Schule oder Behörde. Nutze KI, um ihn zu verbessern.
- Version A: kurz und professionell
- Version B: wärmer und persönlicher
- Version C: sehr klar und bestimmt
Beispielmaterial Variante 1 – Nachricht an eine Schule
Guten Tag, ich wollte nur kurz fragen wegen dem Ausflug nächste Woche, weil ich nicht ganz verstanden habe wann genau die Kinder da sein sollen und ob sie Essen mitnehmen müssen oder ob es dort etwas gibt. Meine Tochter ist etwas unsicher und ich will nichts falsch machen. Könnten Sie bitte nochmal kurz schreiben was wichtig ist. Danke und viele Grüße Frau Neumann
Beispielmaterial Variante 2 – Schwieriger Brief an eine Versicherung
Sehr geehrte Damen und Herren, ich beziehe mich auf Ihr Schreiben vom 3. März, in dem Sie weitere Unterlagen anfordern. Leider ist für mich nicht eindeutig ersichtlich, welche Nachweise konkret noch fehlen, da ich bereits mehrere Dokumente eingereicht habe. Zudem ist mir unklar, bis zu welchem Datum die Unterlagen vollständig vorliegen müssen und welche Folgen entstehen, falls einzelne Nachweise nicht rechtzeitig beschafft werden können. Ich bitte Sie daher um eine präzise Auflistung der noch benötigten Unterlagen sowie um eine kurze Erklärung zum weiteren Ablauf. Mit freundlichen Grüßen Markus Hoffmann
Reflexionsfragen
Was hat die KI verbessert? Was war zu glatt oder unpassend? Welche Details musstest du selbst ergänzen?
Übung 2 – Rechercheauftrag mit Faktenprüfung
Wähle ein aktuelles Thema aus deinem Leben. Beispiele: Fördermittel, Reise, Schule, Rechtliches im Alltag, Kaufentscheidung. Lass die KI recherchieren und prüfe die Quellen.
Beispielmaterial Variante 1 – Kaufentscheidung Laptop
Ich brauche einen Laptop für den Alltag, Videokonferenzen, Schreiben, etwas Bildbearbeitung und gelegentlich KI-Tools im Browser. Budget: etwa 900 bis 1300 Euro. Wichtig sind gute Akkulaufzeit, leiser Betrieb und ein ordentliches Display. Vergleiche sinnvolle Modelle und erkläre mir, worauf ich achten soll.
Beispielmaterial Variante 2 – Reise / Familienplanung
Wir möchten in den Sommerferien mit zwei Kindern für 5 bis 7 Tage verreisen, möglichst ohne Flug. Wichtig sind gute Bahnverbindung ab Stuttgart, familienfreundliche Unterkunft, interessante Aktivitäten bei gutem und schlechtem Wetter und ein realistisches Budget. Suche mögliche Ziele und vergleiche sie.
Arbeitsauftrag
Vergleiche zwei Antworten: einmal mit vager Frage, einmal mit präziser Frage inklusive Ort, Zeit und Kriterien. Dokumentiere den Unterschied.
Übung 3 – Audio oder Bild sinnvoll einsetzen
Erzeuge eine kleine kreative Ausgabe: Begrüßungstext als Audio, Geburtstagsgruß, Social-Media-Bildidee, Flyer-Motiv oder Podcast-Intro.
Beispielmaterial Variante 1 – Kurzes Audio-Intro
Schreibe einen freundlichen, modernen Begrüßungstext für den Beginn eines Workshops zum Thema „KI im Alltag“. Zielgruppe sind Erwachsene ohne tiefe Technikkenntnisse. Länge: ca. 20 bis 30 Sekunden gesprochen. Der Ton soll motivierend, klar und nicht übertrieben werblich sein.
Beispielmaterial Variante 2 – Bildidee für Flyer
Erstelle ein Bildkonzept für einen Flyer zu einem Abendworkshop „Künstliche Intelligenz im Alltag“. Zielgruppe: erwachsene Einsteiger. Stil: modern, vertrauenswürdig, freundlich, nicht zu futuristisch. Das Bild soll Menschen im echten Leben zeigen, die KI für Arbeit, Lernen und Organisation nutzen.
Didaktischer Zweck
Erwachsene merken hier oft erstmals, dass KI nicht nur schreibt, sondern Medienproduktion beschleunigen kann.
Übung 4 – Ein Mini-Workflow für die nächste Woche
Formuliere einen realen Anwendungsfall, den du in der kommenden Woche tatsächlich nutzen willst. Baue dafür einen einfachen, reproduzierbaren Prompt.
Beispielmaterial Variante 1 – Wochenplanung
Ich habe in dieser Woche viele kleine und große Aufgaben: zwei wichtige E-Mails, einen Arzttermin, Einkauf, Vorbereitung einer Präsentation, Sport, Familienzeit und Papierkram. Hilf mir, daraus einen Wochenplan mit Prioritäten, realistischen Zeitfenstern und Pufferzeiten zu machen.
Beispielmaterial Variante 2 – Meeting-Nachbereitung
Nach jeder Besprechung möchte ich aus meinen Notizen automatisch eine saubere Zusammenfassung mit Entscheidungen, offenen Punkten, Aufgaben und Deadlines erstellen lassen. Hilf mir, dafür einen wiederverwendbaren Standardprompt zu bauen.
Beispiel
„Jeden Montagmorgen fasse ich meine Aufgaben zusammen, priorisiere sie und lasse eine klare Wochenplanung erstellen.“
7) Mini‑Quiz zum Abschluss
Zur Wiederholung und Aktivierung am Ende des Workshops.
8) Downloads und Sofortmaterialien
Für die Nachbereitung oder zum Teilen mit den Teilnehmenden.